„D-Time“ – Ein Erfahrungsbericht

Prof. Dr. Kai Lucks

 

Die ersten „D-Times“ des BM&A, ein Erfahrungsbericht

 

Am Montag, dem 30. März, fand die erste „D-Time“ des BM&A statt. Dieser Titel nimmt Bezug auf die regelmäßigen „Tea Times“, die wir über viele Jahre als Open Space-Veranstaltungen, meist in den Räumlichkeiten der Kanzleien von Hogan Lovells (München), Ashurst (Frankfurt) und Oppenhoff (Köln) abgehalten hatten. Mit der Fokussierung auf größere Fachkonferenzen hatten wir die „Tea Times“ zurückgefahren, zuletzt hatten wir noch ein Treffen bei Oppenhoff auf dem Programm, das wir auch wegen der Corona-Epidemie absagen mussten.

Kurzer Hand setzte ich dann die online-basierte Schwester „D-Time“ auf, die ihrem Format nach als Open Space die Tradition (zunächst?) weiterführt. Das Treffen war gleichzeitig als technischer Test und Versuch für die Moderation geplant. 14 Teilnehmer hatten sich angesagt, 10 nahmen teil – also durchaus vergleichbar mit einer typischen Tea Time. Nach kurzer Vorstellungsrunde kamen wir vor allem auf die aktuell brennendsten Themen zu sprechen. Dies waren (1) Ausrichtung des BM&A auf Online-Lösungen, (2) Aktualisierung zum Thema der Digitalen Transformationen bei uns, unseren Partnern und Mitgliedern, (3) Ausblick auf das Programm des Verbandes. Insgesamt kamen das neue Profil, die Inhalte und die Art der Kommunikation gut an. Für die nächsten Male werde ich bereits vor dem Meeting um Themenvorschläge bitten, aus denen wir dann zu Beginn der Gesprächsrunde auswählen können. Für weitere ad-hoc-Vorschläge bin ich natürlich offen, denn wir sollten uns den „Open-Space-Charakter“ bewahren.

Am 5. Mai hielten wir per Zoom die zweite sogenannte „D-Time“ ab. Rund 15 Teilnehmer hatten sich diesmal angemeldet, gespannt auf die Themen, die sich entwickeln würden. Den Usancen folgend stellte sich jeder Teilnehmer kurz vor und nannte dann seine Wunschthemen.

Gar nicht so überraschend drehte sich dann alles um M&A vor dem Hintergrund von Corona und der Perspektive auf die fortschreitende Digitalisierung unserer Prozesse. Da jeder auch seine Projekterfahrungen zu Besten geben konnte ergab sich ein für alle wertvoller Erfahrungsaustausch. Die Vielfalt der unterschiedlichen Branchen, in denen die Teilnehmer tätig sind, reichten vom Kosmetikkonzern über Medizintechnik, Verkehrslogistik und IT und Einzelhandel bis zur kommunalen Verwaltung. Unterschiedlichste Wertschöpfungskonzepte kamen zur Sprache – sowohl konventioneller Natur als auch Typen aus der „Industrie 4.0“: Wartung, Recycling, Finanzierung, digitale Plattformen und Netzwerke. Problemfelder durch Corona wurden nicht ausgespart: Unterbrechung von Lieferketten, Konkurse von besonders gefährdeten Unternehmen, Umschuldungen, de-Globalisierung. Auch M&A kam nicht zu kurz: Abbruch von M&A-Projekten, Verzögerung von Neuaufträgen, Wiederholung von Due Diligences und Risk Assessments sowie Einbruch des Transaktions-Geschäftes.

Ich hatte den Eindruck, dass jeder (!) bereichert durch die Erfahrungen anderer aus diesem Online-Meeting herausging, ich eingeschlossen. Das ist gelebter BM&A wie er nicht fruchtbarer sein könnte. Schließlich haben wir vereinbart, dass die „D-Time“ weiter im monatlichen Rhythmus stattfinden sollte.

Das werden wir an jedem ersten Montag im Monat jeweils um 17:00 Uhr umsetzten. Ankündigungen und Einladungen gehen wie gehabt rechtzeitig an die Mitglieder unseres Verbandes.