Xing
12Jan

Compliance Due Diligence auf dem Weg zum Standard?

Kategorie // Aktuelles

Der globale M&A-Markt steuert laut des jüngsten ZEW M&A-Reports bei den Transaktionsvolumen dieses Jahr auf einen Rekord zu. Die durchschnittlichen Dealwerte mit Beteiligung deutscher Unternehmen haben sich in den vergangenen zwei Jahren verdreifacht. Gleichzeitig gewinnt die Compliance Due Diligence immer mehr an Bedeutung. Dies zeigen Studienergebnisse des aktuellen Finance M&A-Panels. Demnach hat der Stellenwert von Compliance-Prüfungen im Rahmen von M&A-Prozessen in den letzten fünf Jahren stark zugenommen.

Compliance Red Flags als „Unternehmensretter”

Hier spiegelt sich die Verschärfung von Regulierungen und Sanktionen seitens der nationalen und internationalen Behörden wider. Denn Compliance-Verstöße gehören inzwischen zu den größten Risiken von M&A. Unternehmen, die Korruptionsfälle, Kartellverstöße und andere Compliance-Risiken übersehen, geraten leicht in die Haftung. Hohe Strafen und Reputationsschäden mit unbezifferbaren Folgen drohen hierbei.

Integration in den M&A-Transaktionsablauf

Entscheidend ist eine frühzeitige Einbeziehung von Compliance-Expertise in den M&A-Prozess, bestenfalls bereits beim „Strategic Fit“. Häufig fehlt zudem eine ganzheitliche Herangehensweise bei der Compliance Due Diligence. Empfehlenswert ist ein interdisziplinärer Ansatz, etwa durch Einbeziehung sozialwissenschaftlicher und psychologischer Kompetenzen bei der Analyse von Reputations- und Integritätsrisiken oder Konflikten mit der Unternehmenskultur des Targets. Denn letztendlich hängt der Erfolg jeder M&A-Transaktion vom Menschen ab.

Dr. Kathrin J. Niewiarra

Mitgliederbereich