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26Nov

Pressemitteilung des Bundesverband Mergers & Acquisitions e.V., München

Kategorie // Aktuelles

13. Deutscher Corporate M&A-Kongress am 23./24. November 2015 in München

Mergers & Acquisitions: Märkte weiterhin im Aufwind

• Branche weitgehend einig: 2015 ein positives Jahr für die M&A-Märkte
• Eine Milliarde Euro für deutsch-chinesische Beteiligungen
• Tech-Revolution bietet neue Möglichkeiten für M&A

München, 25.11.2015 – Der 13. Deutsche Corporate M&A-Kongress in München brachte gute Nachrichten für die Branche – der deutsche M&A-Markt ist weiter im Aufwind. Über 250 M&A-Verantwortliche aus Konzernen und mittelgroßen Unternehmen diskutierten anhand von Praxisbeispielen und Vorträgen zu Prozessen über nationales und grenzüberschreitendes M&A unter deutscher Beteiligung. Dabei dominierten in diesem Jahr besonders die Themen China und die Tech-Revolution den Kongress.

Das Jahr 2015 wartete für die M&A-Märkte bisher mit positiven Nachrichten auf. Das dritte Quartal brachte mehr als 1 Bill. USD Transaktionsvolumen. Ein Boom, der hauptsächlich von large scale strategic activities getragen wird. Für das gesamte Jahr werden 4 Bill. USD erwartet. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 2007 und lag bei 4,6 Bill. USD. Als Ursachen für die positive Entwicklung sieht Prof. Dr. Kai Lucks, Vorsitzender des Bundesverbandes Mergers & Acquisitions e.V., mehrere Gründe: „Die Share-Preise am Tag des Announcements waren positiv, auch die günstigen Zinsen und die Verfügbarkeit von Kapital haben als Treiber fungiert.“ Auch die Verbesserung der CEO- & Board-Confidence habe ihren Teil dazu beigetragen. „Die 7. M&A-Welle ist aber dennoch nicht in Sicht, weil kein grundlegend neuer Treiber erkennbar ist“, sagt Lucks.

Auch die 250 Besucher des Kongresses sahen das zurückliegende M&A-Jahr durchaus positiv. Per Sofortumfrage über eine Smartphone-Applikation, konnten diese erstmals während des Kongresses zu verschiedenen M&A-spezifischen Sachverhalten befragt werden und so ein aktuelles Stimmungsbild unter den Experten gezeichnet werden. Auf die Umfrage, wie die Kongressteilnehmer das M&A-Jahr 2015 bis jetzt wahrnehmen, antworteten 65 Prozent mit „zufriedenstellend“, 14 Prozent mit „sehr gut“, weitere 14 Prozent sahen keinen klaren Trend und lediglich 6 Prozent schätzten 2015 als kein gutes M&A-Jahr ein.

Chinesische M&A-Aktivitäten in Deutschland gesteigert
Dominiert wurde der 13. M&A-Kongress von den beiden Megatrends für das Jahr 2015: „China im Wandel“ und der Tech-Revolution. China konnte seine M&A-Aktivitäten weiter steigern. Waren es im Jahr 2010 gerade einmal zwei Transaktionen mit deutschen Targets, so waren es im Jahr 2014 bereits über 20. Das Jahr 2015 scheint diesen Aufwärtstrend bis jetzt zu bestätigen. Zwar herrscht ein Überhang chinesischer Investitionen in Deutschland gegenüber deutschen Akquisitionen in China, einen Ausverkauf an China sieht Lucks jedoch nicht, da auch die deutschen Transaktionen mit chinesischen Targets in den letzten Jahren sukzessive angestiegen sind. Zugleich brachte Lucks gute Nachrichten von seiner kürzlich beendeten China-Reise mit. Dort wurde vereinbart, dass der dortige M&A-Verband in Verbindung mit privaten Investoren 1 Mrd. Euro für deutsch-chinesische Beteiligungen bereithalte. Das Geld stehe deutschen und chinesischen Unternehmen bereit und soll die gegenseitigen Marktzugangsvoraussetzungen verbessern und für einen Technologiezugang sorgen.

Weiter im Aufwind liegt die Tech-M&A in Deutschland. „Der Markt befindet sich in einem sehr guten Zustand“, attestierte Rainer Kreifels, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Pinset Masons in einer frisch veröffentlichten Studie. „Bis Mitte 2015 gab es 1.200 Transaktionen in der Tech-Branche. Der Markt stellte sich als Verkäufermarkt dar und es ist anzunehmen, dass dies auch in den nächsten Jahren so sein wird“, so Kreifels weiter. Auf Grund der Tech-Revolution, die immense Neurungen mit sich bringt, nehmen die Möglichkeiten für M&A-Deals in der Branche derzeit rasant zu.

Wenig M&A-Aktivität im deutschen Mittelstand
Der deutsche Mittelstand hingegen zeigt wenig M&A-Aktivitäten. Die Unternehmen positionieren sich zwar noch auf der Käuferseite, doch das Angebot nimmt ab. Die These, dass strategisch attraktive Übernahmeobjekte auf dem Markt sind, erhält die niedrigste Zustimmung seit dem Beginn der Befragung. Auch die viel besungene Exit-Welle deutscher Mittelständler ist nicht gekommen, Neuaufstellungen sind daher erforderlich. „Mittelständler sollten sich mit Unternehmensverkäufen auseinandersetzen“, sagte Lucks.

Der Deutsche Corporate M&A-Kongress wurde von der Convent Kongresse GmbH in Kooperation mit dem Bundesverband Mergers & Acquisitions e.V. veranstaltet.

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