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23Jul

Die Due Diligence im Rahmen von Immobilien-Transaktionen

Kategorie // Aktuelles

Veranstaltungsrückblick vom 9. Juli in München

„Die Due Diligence im Rahmen von Immobilien-Transaktionen: rechtlich – technisch - effizient“. Unter diesem Motto stand eine gemeinsame Veranstaltung der Kanzlei NOERR, der TÜV SÜD Industrie Service GmbH und des Bundesverbandes Mergers & Acquisitions am 9. Juli 2015 in München. 

Die Referenten des Abends waren Marco Winterer, Partner und Mitglied der Real Estate Investment Group bei NOERR LLP zum Thema „Rechtliche Due Diligence: Ergebnisorientierte Strukturierung und Umsetzung“ sowie Timm Hahn, Leiter des Center of Competence Due Diligence Services und Dr. Peter Schenk, Leiter Umweltservices der TÜV SÜD Industrie Service GmbH zum Thema „Maßgeschneiderte Lösungen bei der technischen Immobilien-Due Diligence“.

Eröffnet wurde die Veranstaltung pünktlich um 17:20 Uhr mit einer kurzen Begrüßung der Gäste durch Prof. Dr. Kai Lucks, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Mergers & Acquisitions e.V. (BM&A). Prof. Lucks betonte die große Bedeutung effizienter Due Diligence-Lösungen gerade im Bereich von M&A. „Dabei sollte auf eine möglichst umfassende 360°-Betrachtung der Gegebenheiten in den verschiedenen Sektoren geachtet werden“, so Prof. Lucks weiter.

Marco Winterer verwies zu Beginn seines Vortrags ebenfalls auf die wachsende Bedeutung einer ergebnisorientierten und effizienten Strukturierung und Umsetzung von Due Diligence-Prozessen. Er betonte, dass das Aufsetzen einer richtigen Struktur für den Erfolg von maßgeblicher Bedeutung sei. "Eine Due Diligence kann nur dann kostenbewusst und zielführend im Sinne des Mandanten durchgeführt werden, wenn den durchführenden Beratern die geplante Transaktion sowie die mit der Due Diligence verfolgten Ziele des Mandanten im Einzelnen bekannt sind. Die Struktur der Due Diligence und insbesondere der Prüfungs- und Berichtsumfang müssen maßgeschneidert angepasst sein", erläuterte Winterer.

"Mit einer ergebnisorientierten Strukturierung ist zwar bereits viel, aber natürlich noch nicht alles gewonnen. Vielmehr muss die Due Diligence basierend auf der vorgegebenen Struktur dann auch entsprechend umgesetzt werden", so Marco Winterer weiter. In diesem Zusammenhang verweis er auch auf die zentrale Bedeutung der Zusammenstellung eines richtigen Teams, das nach Art, Anzahl und Spezialisierung der einzelnen Mitglieder zur jeweiligen Due Diligence und deren Struktur passen muss. "Eine Due Diligence ist nur dann ergebnisorientiert im Sinne des Mandanten, wenn sich deren Ergebnis, also der Due Diligence-Bericht, auf tatsächlich relevante Findings konzentriert, für diese konkrete Lösungsvorschläge aufzeigt und ein Executive Summary enthält, dass den Entscheidungsträgern des Mandanten eine möglichst konkrete Risikoabschätzung und -bewertung ermöglicht", so die abschließende Botschaft von Marco Winterer an die Gäste.

Timm Hahn leitete seinen anschließenden Vortrag mit einer kurzen Darstellung der Inhalte einer standardisierten Immobilien-Due Diligence und den damit verbundenen Schwachstellen ein. Im weiteren Verlauf erläuterte Hahn, wie sich aus einem umfangreichen und qualitativ hochwertigen Serviceportfolio auf der einen Seite und unter Berücksichtigung der individuellen Einflussfaktoren einer Transaktion und des Assets auf der anderen Seite eine maßgeschneiderte Real Estate Due Diligence planen und umsetzen lässt. „Es ist existenziell für den Kunden, dass das Leistungsbild und die eingesetzte Expertise bei einer technischen Due Diligence individuell und in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen gestaltet werden. Nur so lassen sich die kostentreibenden Risiken und Schwachstellen aufdecken und im Ergebnis belastbar darstellen“, so Timm Hahn. Zu einer maßgeschneiderten Lösung gehörten auch eine individuelle Darstellung der Ergebnisse und weitere, optionale Dienstleistungen auf Kundenwunsch. Abgeschlossen wurde der erste Teil des TÜV SÜD-Vortrags mit einem kurzen Überblick zum eigentlichen Mehrwert einer maßgeschneiderten Real Estate Due Diligence ab – aus Käufer- und aus Verkäufersicht.

Wie die Darstellung einzelner Risiken im Idealfall aussehen sollte zeigte Dr. Peter Schenk dann anhand dreier ausgewählter Praxisbeispiele aus den Bereichen „Bau“, „TGA“ und „Gebäudeschadstoffe“. „Kurz, klar, übersichtlich und vor allem verständlich“, so seine Botschaft an die Gäste, sollte ein technischer Due Diligence-Bericht am Ende sein. Gerade bei der Ergebnisdarstellung müsse darauf geachtet werden, wer den Bericht am Ende lese. Ein technischer Due Diligence Bericht muss in der Zusammenfassung gegebenenfalls auch von einem Laien verstanden werden. Der Mehrwert einer maßgeschneiderten Lösung gegenüber einer standardisierten Technischen Due Diligence besteht für Dr. Schenk im Wesentlichen aus einem gezielt zusammengestellten Leistungsbild, einem hohen Grad an Fachexpertise und einer sinnvollen, einfachen Ergebnisdarstellung.

Die über 80 geladenen Gäste aus der Immobilien-, Versicherungs-, Banken- und Investmentbranche nutzten nach den Vorträgen die Möglichkeit, Fragen an die Referenten zu stellen, sodass sich rund um das Motto „Immobilien Due Diligence, rechtlich – technisch –effizient“ weitere interessante Ansichten und Diskussionspunkte auftaten.

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