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08Apr

Rückblick: Due Diligence Workshop

Kategorie // Aktuelles

Nachbericht zur Arbeitskreis Veranstaltung in Kooperation mit dem TÜV Süd und Noerr

03.03.2016 

„Die Due Diligence im Rahmen von Immobilien-Transaktionen, rechtlich – technisch – effizient“. Unter diesem Motto stand eine gemeinsame Veranstaltung der Noerr LLP, der TÜV SÜD Industrie Service GmbH und des Bundesverbandes Mergers & Acquisitions am 3. März 2016 bei der Noerr LLP in Frank-furt am Main.

Die Referenten des Abends waren Dr. Alexander Jänecke, Partner und Mitglied der Real Estate Invest-ment Group der Noerr LLP, zum Thema „Rechtliche Due Diligence: Ergebnisorientierte Strukturierung und Umsetzung“ und Dr. Peter Schenk, Leiter Umwelt Due Diligence der TÜV SÜD Industrie Service GmbH zum Thema „Maßgeschneiderte Lösungen bei der Technischen Immobilien-Due Diligence“.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer kurzen Begrüßung der Gäste durch Prof. Dr. Kai Lucks, Vor-standsvorsitzender des Bundesverbandes Mergers & Acquisitions e.V. Prof. Lucks betonte die große Bedeutung effizienter Due Diligence-Lösungen gerade im Bereich von M&A. „Dabei sollte auf eine mög-lichst umfassende 360°-Betrachtung der Gegebenheiten in den verschiedenen Sektoren geachtet wer-den“, so Prof. Dr. Lucks.

Dr. Alexander Jänecke betonte zu Beginn seines Vortrags ebenfalls die Bedeutung einer ergebnisorien-tierten und effizienten Strukturierung und Umsetzung von Due Diligence Prozessen für den Erfolg von Immobilien-Transaktionen. Die Noerr LLP sei hierfür mit der Real Estate Investment Group (REIG) und ihrem einzigartigen interdisziplinären Ansatz bestens aufgestellt. In der Real Estate Investment Group arbeiten rund 60 Experten aus allen für Immobilientransaktionen relevanten Bereichen, wie etwa Immobi-lien-, Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, Finanzierung, Steuern, Private Equity sowie öffentlichem Recht konstant vernetzt zusammen. „Durch die integrierte interdisziplinäre Zusammenarbeit von hervor-ragenden Spezialisten aus verschiedenen Fachbereichen und der umfangreichen Branchenerfahrung unserer Anwälte können wir unseren Mandanten eine ganzheitliche Beratung zu allen rechtlichen Aspekten eines Immobilieninvestments bieten“, so Dr. Alexander Jänecke.

Dr. Alexander Jänecke erklärte, dass die sorgfältige Abstimmung und Festlegung von Prüfungsumfang und Prüfungstiefe vor Beginn der Due Diligence für den Erfolg von maßgeblicher Bedeutung sei. Eine Due Diligence könne nur dann kosteneffizient und zielführend durchgeführt werden, wenn den die Due Diligence durchführenden Beratern die geplante Transaktion sowie die mit der Due Diligence verfolgten Ziele im Einzelnen bekannt sind. „Der Prüfungsumfang ebenso wie das Berichtsformat sollten mit allen an der Transaktion beteiligten Parteien, insbesondere auch mit den Eigen- und Fremdkapitalgebern, abgestimmt werden“, erläuterte Dr. Alexander Jänecke.

Nach der maßgeschneiderten Festlegung des Prüfungsrahmens und des Berichtformats sei für den Er-folg der Due Diligence die konstante Kommunikation und Abstimmung zwischen Auftraggeber und Bera-ter entscheidend. Idealerweise sollten in diesen Prozess sämtliche an der Transaktion beteiligte Bera-tungsunternehmen eingebunden werden. Eine möglichst frühzeitig im Prozess beginnende Diskussion über die ersten Findings der Due Diligence und – soweit erforderlich – ein Nachjustieren des Prüfungs-umfangs, sind laut Dr. Alexander Jänecke entscheidend für die ergebnisorientierte und kosteneffiziente Umsetzung der Due Diligence.

Dr. Peter Schenk von TÜV SÜV Industrie Service begann den zweiten Vortrag zur maßgeschneiderten Technischen Due Diligence mit einer kurzen Darstellung der Inhalte einer standardisierten Immobilien-Due Diligence und den damit verbundenen Schwachstellen. Im weiteren Verlauf seines Vortrages erläuterte er, wie sich aus dem umfangreichen und qualitativ hochwertigen Serviceportfolio von TÜV SÜD, unter Berücksichtigung der individuellen Einflussfaktoren einer Transaktion und des Assets, eine maß-geschneiderte Technische Due Diligence planen und umsetzen lässt. Den Kunden bietet dieses Vorge-hen den Vorteil, dass das Leistungsbild und die eingesetzte Expertise bei einer Technischen Due Dili-gence individuell und in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen gestaltet werden kann. Nur so las-sen sich kostentreibende Risiken und Schwachstellen frühzeitig aufdecken und im Ergebnis belastbar darstellen. Zu einer maßgeschneiderten Lösung gehörten auch die individuelle Darstellung der Ergeb-nisse und weitere, auf die Kundenbedürfnisse abgestimmte, optionale Dienstleistungen.

Anschließend erläuterte Dr. Peter Schenk anhand von drei ausgewählten Praxisbeispielen aus den Be-reichen „Bau“, „Technische Gebäudeausrüstung“ und „Gebäudeschadstoffe“, wie die Darstellung von einzelnen Risiken aussehen sollte. „Kurz, klar, übersichtlich und vor allem verständlich“, so seine Bot-schaft an die anwesenden Gäste. Gerade bei der Ergebnisdarstellung müsse darauf geachtet werden, wer den Bericht am Ende lese. Ein Technischer Due Diligence Bericht muss in der Zusammenfassung gegebenenfalls auch von einem Laien verstanden werden. Abschließend verwies Dr. Peter Schenk auf den Mehrwert einer maßgeschneiderten Lösung gegenüber einer standardisierten Technischen Due Diligence, der in einem gezielt zusammengestellten Leistungsbild, einem hohen Grad an Fachexpertise und einer sinnvollen und einfachen Ergebnisdarstellung besteht.

Die über 100 Gäste aus der Immobilien-, Finanz- und Investmentbranche nutzten nach den Vorträgen die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch und Networking bei Wein und Finger Food.

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