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25Feb

M&A Teatime im Februar

Kategorie // Aktuelles

Veranstaltungsbericht zur M&A-Teatime vom 24.02.2014

Nachfolgend Auszüge in Stichworten aus der Diskussion. Der Zusammenhang erschließt sich nur für die anwesenden Teilnehmer.

 

Kaufpreis / Locked Box

Trend zur Auflösung. Meist keine Kaufpreis-Anpassungen. Thesaurierte Ergebnisse dürfen nicht an Verkäufer ausgeschüttet werden. Closing Accounts per Stichtagsmodell. Kein Trend erkennbar. Verkäufer haben lieber Locked Box. Zusätzliche Prüfungskosten nicht relevant. Einigung auf einen Prüfer senkt Kosten.

IPO

Druck der Investment-Banker. Gründer werden durch hohe Bewertungen überfordert. Die meisten gelosteten Unternehmen gehören de-listed. Absurd: Listing mittelständischer deutscher Unternehmen in New York. Voxel-Jet 3-D-Drucker hatten zwischenzeitlich Börsenwert von  1 Mrd US$, heute 400 Mio US$. Bewertungen sind nicht hachhaltig.

Fremdfinanzierungs-Anteil

Syndizierung in den USA erforderlich bei 6 ½ %. Banken habe keine Bereitschaft zur Finanzierung kritischer Unternehmen, bei guten Unternehmen ist Finanzierung durch Banken kein Problem. Bei Small & Mid Market ist reine Equity-Finanzierung die Regel. Grade 60%.

M&A mit China

Sehr viel Vorleistungen, um zum Mandat zu kommen. Chinesen kommen in Deutschland nur zum Zug, wenn andere nicht zum Zug kommen. Chinesen vertrauen eher chinesischen Beratern. Immer chinesischer Hausanwalt mit am Tisch. Pitches in China schwierig, Chinesen zahlen nicht für Dienstleistungen. Chinesen wollen Stichtags-Abschluss. Chinesen sind Gremien- und Hierarchie-hörig. Rote Linie muss klar gesetzt werden. Dann Angst der Chinesen vor Gesichtsverlust und Bereitschaft zum Abschluss. Alles was Cross Border ist, ist Kulturthema – gilt auch für andere Länder.

Private Equity

Deutsches Büro ist vorteilhaft für Fundraising. Deutscher Mittelstand versus Finanzinvestoren ist kritisches Kulturthema. In D weniger Targets als in GBR und FRA. Warum funktioniert PE woanders besser: in USA akzeptierter, auch „sich etwas neuem hinzugeben“. Deutsche Familien denken in Generationen. Angst vor der Zerschlagung. Teure Refinanzierung  lieber als der Verkauf. US-Wirtschafts­system ist mehr Anreiz-getrieben, Deutsche: Werte-getrieben. In den USA mehr PE mit Branchenfokus. Spezialisierung ist auch Frage der Marktreife.

Finanzierung M&A im Mittelstand

Billiges Geld ist da, aber Banken geben es nicht her, z.B. für Einstieg deutscher Unternehmen in China.

M&A-Markt 2014

Derzeit viele Megadeals mit USA-Beteiligung. Nach wie vor Zurückhaltung in Deutschland. Markt oszilliert seit Jahren ohne klare Richtung. „Multiple fürs Ego“: Bewertung spielt große Rolle, weil Unternehmer gern wissen wollen, was ihr Unternehmen wert ist – auch wenn sie nicht verkaufen wollen.

M&A-Verträge: Capital Gains bei MBO

Exit steuerlich der EK-Steuer zu unterwerfen? Geringe Capital Gains bisher steuerfrei. Bei hohen Capital Gains ist zu befürchten, dass die  Steuer wohl zugreifen wird.

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