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Acquisition

Begriffserklärung

Acquisition, Akquisition oder Unternehmenskauf bezeichnet den Erwerb bzw. Teilerwerb eines Unternehmen von meist kleineren Unternehmen, wobei die Form des Erwerbs (z.B. Share Deal oder Asset Deal) offen bleibt Bei den „Share Deals“ geht es um den Erwerb oder Verkauf von Unternehmensteilen und bei den „Asset Deal“ werden Vermögens-Gegenstände erworben oder verkauft werden. Vermögens-Gegenstände sind alle materiellen und immateriellen Sachen und Rechte, die bilanzierungsfähig sind.

Unternehmenskauf ist eine eher neutrale Bezeichnung für eine allgemeine Mergers & Acquisitions-Transaktion. Der Begriff „Unternehmensübernahme“ jedoch, der oft synonym verwendet wird, ist deutlich geprägter, suggeriert er doch eine von den Interessen des Übernehmers gekennzeichnete Transaktion – das Pendant des englischen Begriffs „takeover“.

Friendly Takeover und Unfriendly Takeover

Es gibt die freundliche („friendly“) und die feindliche („unfriendly“ oder „hostile“) Übernahme („takeover“). Die Voraussetzung einer freundlichen Übernahme ist das Einverständnis zwischen dem Investor und dem Management der Zielgesellschaft. Dies muss jedoch nicht sein, eine feindliche Übernahme kann ebenfalls von statten gehen, wenn das Management nicht gleichzeitig auch der Hauptgesellschafter ist, was beispielsweise bei börsengängigen Kapitalgesellschaften üblich ist.

Wenn der Hauptgesellschafter zustimmt und somit die einfache Mehrheit in der Hauptversammlung des Zielunternehmens erreicht ist, kann das Unternehmen nicht nur übernommen werden, sondern bei Bedarf kann auch durch einen Hauptversammlungsbeschluss der unwillige Aufsichtsrat neu besetzt werden, der dann den Vorstand bestellt. In Deutschland funktioniert das ab einer Mehrheit von ¾ des bei der Entscheidung vertretenen Kapitals, um einen Beherrschungsvertrag zu schließen und somit das Target dem Investor-Unternehmen zu unterstellen.

Ablauf der Akquisition

Zunächst beginnt die Akquisition mit der Suche nach passenden Beteiligungsobjekte (deal search), daraufhin werden eben diese evaluiert (Due Diligence). In der Folge werden Verhandlungen mit den Gesellschaftern und/oder dem Management des Zielunternehmens (deal negotiation) geführt, die dann in einem Term Sheet niedergeschrieben werden. Ein Letter of Intent ist keine Pflicht, kann aber die Absicht beider Parteien bestätigen, die Transaktion auch wirklich durchführen zu wollen. Die Vertragsgestaltung (deal documentation) wird von Fachleuten, wie Anwaltskanzleien, Wirtschaftsprüfern, Unternehmensberatern und Investmentbanken verfolgt. Das Beteiligungscontrolling (deal monitoring) sorgt letztlich für eine lückenlose Überwachung der Entwicklung des Targets, um zu kontrollieren, ob es später wieder verkauft werden sollte (exit).

Erwerb oder Teilerwerb eines Unternehmens. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen (z.B. Share deal oder Asset deal).