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Outsourcing

Begriffserklärung

Hierbei handelt es sich um eine Auslagerung von Firmenaktivitäten auf eine unternemensfremde Einheit. Outsourcing ist ein Begriff, den man auch aus dem alltäglichen Sprachgebrauch kennt. Hierbei werden Unternehmens- oder Produktionsteile an externe Dienstleister „ausgelagert“. Dies erfolgt meist im Ausland, um die Produktionskosten enorm zu senken, kann aber auch innerhalb des eigenen Landes geschehen. Allgemein gesprochen können beim Outsourcing Unternehmensaufgaben und –strukturen an externe oder interne Dienstleister abgegeben werden, dabei müssen diese nicht zwingend ins Ausland verlegt werden, sondern können auch in interne Tochtergesellschaften ausgelagert werden. Auch dieser Prozess geht meist mit einer Kostensenkung vonstatten, wenn die Tochtergesellschaften nicht tarifgebunden sind. Insourcing ist der umgekehrte Begriff, wenn ein ausgelagerter Unternehmensteil wieder in die Mutterfirma eingegliedert wird.

Begriffsherkunft

Ethymologisch entstammt der Begriff aus zwei verschiedenen Quellen. Die erste Erklärung kommt von den englischen Begriffen „Out“ und „Source“, was übersetzt etwa „von außerhalb beziehen“ bedeutet. Eine weitere Erklärung ist eine Zusammenziehung des Begriffs „Outside resource using“ (dt.: „Nutzung externer Ressourcen“), allerdings ist dies eine rein deutsche Erfindung.

Nutzung des Outsourcing

In größerem Umfang wurde Outsourcing erstmals in den 1960er Jahren betrieben und beschränkte sich zunächst auf einfachere Aufgaben der Fertigungsindustrie. Es bot sich an, aufgrund der dort vorherrschenden geringen Löhne Textilien in vornehmlich asiatischen Ländern herzustellen, zudem waren dort Sicherheitsvorschriften nicht so streng und leichter zu umgehen – aus diesen Gründen produzieren namhafte Kleidungsfirmen immer noch in Ländern wie Bangladesch, Indien und Kambodscha. Mittlerweile wird Outsourcing aber auch mit komplexeren Produktionsaufgaben betrieben, dazu gehören unter anderem IT-Aufgaben (Programmierung, Administration, Server-Betreuung) oder Kommunikation, beispielsweise das Führen von Service-Hotlines.

Formen des Outsourcing

Outsourcing gibt es in verschiedenen Formen. Der Übergang zu einer Unternehmensübernahme ist oft fließend, da auch beim Outsourcing teilweise Personal und Unternehmenswerte übernommen werden. Werden wie oben beschrieben anspruchsvollere Projektaufgaben an Fremdfirmen ausgelagert, spricht man von „Contract Manufacturer“. Besonders im öffentlichen Sektor findet die Auslagerung oft in Form von Joint Ventures statt, bei dem mindestens zwei Gesellschafter ein Gemeinschaftsunternehmen gründen. Von einer „Shared Services“-Organisation spricht man, wenn die Verantwortung und die Aussteuerung weiterhin beim Dienstleister liegen, gewisse Arbeitsschritte aber abgegeben werden. Man spricht ebenfalls von einer Shared Services-Organisation, wenn Prozesse an den Kunden übertragen werden, beispielsweise bei Eigentransport beim Möbelkauf.