Deutsch-Chinesische M&A-Konferenz

Prof. Dr. Kai Lucks


Von langer Hand vorbereitet, fand am 16. und 17. Oktober in der Duisburger Haniel-Akademie unsere erste deutsch-chinesische M&A-Konferenz statt. Gerade noch rechtzeitig vor dem Start der Konferenz haben wir die Anerkennung der Steuerbehörden als gemeinnütziger Verein erhalten. Somit war die Finanzierung der Veranstaltung durch die Spenden der Brost-Stiftung sowie der Konferenzpartner Ashurst und Deloitte, mit denen auch das inhaltliche Konzept entwickelt wurde, gesichert. An dieser Stelle ist nochmals ausdrücklich unserem Mitglied Dr. Thomas Sacher, Partner der Kanzlei Ashurst, ein großer Dank auszusprechen, der sich mit persönlichem und selbstlosem Einsatz zur Erreichung der Gemeinnützigkeit eingesetzt hat!

 

Die deutsch-chinesische M&A-Konferenz selbst ist ein Meilenstein in der Entwicklung unseres Verbandes: Mit dem Bundesminister a.D. Christian Schmidt, dem Europapolitiker Elmar Brok, dem stellvertretenden Bayerischen Ministerpräsidenten a.D. Martin Zeil und Dr. Stefan Holthoff-Pförtner, Minister für Landes- und Europaangelegenheiten in Nordrhein-Westfalen, sowie dem Ministerialdirigent Karl Wendling für das Bundeswirtschaftsministerium waren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eingebunden, die dem Thema nochmals die entsprechende politische Bedeutung gegeben haben.

 

Thematisch schlug sich das neue Veranstaltungsmodell durch die große Breite der Beiträge nieder: aktuelle Beispiele deutsch-chinesischer Zusammenarbeit, rechtliche Hürden und deren Bewältigung bei M&A chinesischer Investoren in Deutschland, Die Neue Seidenstraße: Chancen für die Zusammenarbeit und M&A sowie Wertschöpfungskonzepte durch Digitalisierung: Implikationen für Deutschland und China. Beiträge von führenden Kompetenzträgern aus Unternehmen und Beratungshäusern beider Länder füllten diese Themenfelder inhaltlich aus. Von chinesischer Seite kamen Beiträge unter anderem aus den Häusern Huawei, Alibaba, Shenzen Shentu Investments sowie aus Beratungshäusern, die ihre Spezialisten aus dem „Reich der Mitte“ zu uns abgeordnet hatten.

Deutschland war unter anderem vertreten durch Johann Hofmann von der Maschinenfabrik Reinhausen, die für ihr Value-Manufacturing-Konzept als erstes hiesiges Unternehmen mit dem ersten Preis für Industrie 4.0 in der Fertigung ausgezeichnet worden war. Einen Vor-Ort-Einblick über die Entwicklungen aus der „Belt-and-Road-Initiative“ (BRI) Chinas lieferte Dr. Christoph Hein, der FAZ-Wirtschaftskorrespondent für Asien. Die Veranstaltung war mit 180 Anmeldungen mehr als ausgebucht.

 

Einen schönen Ausklang am ersten Tag bot die M&A-Night auf einem Schiff, mit einer Rede des Vorstandsvorsitzenden der Duisburger Hafen AG, Christoph Staake. Wir hatten den Standort Duisburg ja mit Bedacht und als Symbol für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit gewählt: dem deutschen Ende der Neuen Seidenstraße mit dem größten europäischen Binnenhafen und dem wichtigsten Umschlagplatz zum Warenaustausch zwischen Deutschland und China. Die Veranstaltung ging mit anerkennenden Worten der Besucher beider Länder zu Ende – und dem ausgesprochenen Wunsch zur Weiterführung des Dialogs. Die nächste Veranstaltung dieser Serie soll unter Leitung unserer chinesischen Partnerverbände in China stattfinden. Im Herbst 2020 sehen wir uns dann in Duisburg wieder.


Fotos: © Marion Vogel Fotografie

Beitragsbild: Von links nach rechts: Prof. Dr.-Ing. Kai Lucks, (Vorstandsvorsitzender Bundesverband M&A e.V.), Martin Zeil (Bayerischer Staatsminister für Verkehr und stellvertretender Ministerpräsi-dent a.D.), Elmar Brok (Mitglied des Europäischen Parlaments a.D., Prä-si-dent der Union der Europäischen Föderalisten (UEF) a.D.), Erich Staake (CEO der Duisburger Hafen AG), Dr. Thomas Sacher (Head of Corproate Germany, Ashurst)
Im Beitrag: Impressionen von der Abendveranstaltung: Deutsch-Chinesische M&A Night auf einem Schiff im Duisburger Hafen