Mergers & Acquisitions: Rückgang in Europa, Zunahme in Asien

Dr. Ulrich Stephan

 

In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden weltweit Firmenfusionen und -übernahmen (Mergers & Acquisitions; M&A) im Volumen von 2,5 Billionen US-Dollar getätigt. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 500 Milliarden gegenüber 2019. Grund ist die Coronavirus-Pandemie, die Konjunktur- und Trendprognosen stark erschwert hat. Am stärksten sank das Deal-Volumen in Nordamerika mit minus 34 Prozent und in Europa mit minus sechs Prozent, während es in Asien deutlich anzog. Insbesondere in China – plus 47 Prozent – und in Indien – plus 26 Prozent – fiel das Volumen der Fusionen und Übernahmen größer aus als im Vorjahr. Gleichzeitig deutet sich bereits eine Erholung des globalen M&A-Markts an. Im Oktober stieg das Volumen mit 392 Milliarden US-Dollar auf den höchsten Stand seit Dezember. 2021 sollte sich diese Entwicklung angesichts des zurückkehrenden Konjunkturoptimismus und der Erholung der Unternehmensgewinne fortsetzen. An der Börse sorgen Übernahmegerüchte häufig für Kurssprünge der Aktien betroffener Konzerne.

 

Von Dr. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden 

Quelle: Deutsche Bank – Perspektiven am Morgen