Wichtige Information

 

Liebe Mitglieder und Freunde des BM&A,

 

wie ich Ihnen bereits ankündigt habe, geht der Umbau des Verbandes weiter. Die nächste Phase steht bevor. Sie haben sicher bemerkt, dass wir die Homepage neu aufgesetzt und dass wir die Programmstruktur grundlegend überarbeitet haben. Der Umbau der Homepage war ein grundlegender Schritt zur Digitalisierung unseres Verbandes. Auf der Nutzerseite dient er der einfacheren Übersicht und dem verbesserten Zugang. Die Verwaltung profitiert von neueren Programmen und leichterer Bedienung. Weitere Schritte zur Digitalisierung und Automatisierung werden folgen, vor allem ein professionelles Instrumentarium zur Mitgliederverwaltung, verbunden mit einem System zum Veranstaltungsmanagement.

Ein zentrales Anliegen ist uns, den Wertbeitrag für Sie zu verbessern. Ich nannte bereits die stärkere Verbindung zwischen Veranstaltungen und Veröffentlichungen, also etwa Veranstaltungsberichte, Veröffentlichungen in der M&A-Review mit direktem Veranstaltungs-Bezug und auch Sonderhefte zu wichtigen Themen. Wie Sie gesehen haben, fokussieren wir uns jetzt mehr auf Schwerpunktthemen, die starken aktuellen Bezug haben – derzeit auf den Gebieten der Digitalisierung, M&A-Integration, Unternehmensbewertung und internationaler Zusammenarbeit.  Hier wird richtig gearbeitet: in Teams, die sich nicht nur dem Erfahrungsaustausch widmen, sondern auch der Weiterentwicklung von Methoden und Wissen. Die Mehrzahl der bisherigen Arbeitskreise wurde aufgelöst, weil diese aus keinen festen „Kreisen“ bestanden, sondern offene Runden waren, in Form von Einzelveranstaltungen. Einige der bisherigen Aktivitäten wurden den neuen großen Schwerpunkten zugeordnet, die nun eine größere Strahlkraft als „Leuchtturmprojekte“ bekommen, andere werden als offene Themenfelder weitergeführt. Die jetzige Aufstellung ersehen Sie aus der Homepage, in der nun das aktuelle Programm auch besser ablesbar ist. Über diese Arbeitskreise und Themenfelder hinaus wird es immer wieder Sonderveranstaltungen geben, die sich an aktuellen Fragestellungen orientieren. Auf diese Weise hoffen wir, die Sichtbarkeit und das Wirken des Verbandes auch in der Öffentlichkeit zu stärken.

In diesem Zusammenhang steht auch ein weiterer großer Schritt des BM&A, nämlich die (Wieder-) Erlangung der Gemeinnützigkeit. Der Verband war nach seiner Gründung kurzzeitig als gemeinnützig anerkannt worden, verlor jedoch danach wieder die Anerkennung – vor allem weil unsere Arbeit im Sinne der Deutschen Wirtschaft von der Finanzverwaltung nicht mehr als „gemeinnützig“ gewertet wurde. Unser Verband konnte das verschmerzen und unsere Mitglieder auch, denn es veränderte sich nicht viel: wir haben immer ergebnisneutral gearbeitet, brauchen keine Steuernummer und unsere Förderer sind die Mitglieder – und die Mitgliedsbeiträge wie auch die Kosten für Veranstaltungen können von der Steuer abgesetzt werden.

Mit dem derzeitigen Umbau und der Neuausrichtung wird dies aber anders: die Kosten für größere Veranstaltungen steigen zwangsläufig. Darüber hinaus können wir uns aus unserem Anspruch heraus, auch Forschung zu betreiben, dem Standort Deutschland stärker zu dienen, insbesondere auch in der Positionierung gegen und mit den „Übermächten“ USA und China, nicht mehr nur an die großen M&A-Spieler anlehnen, die unsere Veranstaltungen bisher exklusiv finanziert haben und damit die jeweilige „Marke“ der Veranstaltung prägten. Wir müssen stattdessen auch selber stärker Flagge zeigen, die Marke des BM&A in die breitere Öffentlichkeit tragen. Dies erwarten sogar unsere engsten Partner: denn der BM&A kann gegenüber der Fachwelt, der breiten Öffentlichkeit und in der politischen Landschaft eher glaubhaft machen, dass er neutral ist als ein einzelner gewerblich orientierter M&A-Dienstleister. Aktuell spüren wir das insbesondere bei der Vorbereitung der deutsch-chinesischen M&A-Konferenz, die am 16. und 17. Oktober in Duisburg unter Teilnahme höchster politischer Vertreter beider Länder stattfinden wird. Deren Namen kann ich derzeit noch nicht nennen. Wir haben zwar schon die konkrete Zusage eines Bundesministers – aber unser Termin kollidiert mit dem Tagungsplan des Bundestages. Wer schließlich kommen wird, soll sich in den nächsten Tagen klären. Eines ist aber klar: die Politik erwartet einen glaubwürdigen neutralen Verband als Träger der Veranstaltung – das sind in diesem Fall wir und das sehen unserer Fachpartner aus der M&A-Dienstleistungsbranche genauso.

Diese Veranstaltung soll nicht die Schwalbe werden, die nur diesen einen Sommer macht. Sie ist vielmehr der Auftakt für künftige, jährlich geplante Veranstaltungen: eine in Deutschland und eine in China. Wenn wir dabei erfolgreich sind und dies kapazitätsmäßig bewältigen, dann können wir auch wieder regelmäßige Deutschland-USA-Veranstaltungen ins Auge fassen oder noch weiter gehen, denn Europa hat auch noch andere wichtige Nachbarn, die Chancen und Herausforderungen für uns bieten. Doch das steht alles noch am ferneren Horizont.

Unmittelbar verbunden mit dieser neuen Richtung und mit unserem Anspruch als führende Organisation sind die Finanzierbarkeit, das Image und die öffentliche Akzeptanz unseres Verbandes. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, die Thematik der Gemeinnützigkeit wieder aufzugreifen. Die in Planung befindliche deutsch-chinesische Konferenz erzeugt dabei einen unmittelbaren Handlungsdruck.

Um einen gangbaren Pfad zu finden, der kurzfristig die Anerkennung der Gemeinnützigkeit ermöglicht und zugleich sicherstellt, dass diese auch nachhaltig gesichert ist, haben wir uns seit Monaten unter Einbeziehung von Spitzenvertretern des deutschen Stiftungs- und Gemeinnützigkeitsrechts sowie in Abstimmung mit Finanzbehörden beraten.

Herausgekommen ist folgendes Modell, und nur dieses erfüllt als einziges (!) die oben genannten Kriterien: die Gründung eines neuen gemeinnützigen BM&A mit Sitz in München, mit demselben Namen, unter Namenslizenz unseres bestehenden (in Frankfurt registrierten) Verbandes. Dieser Verband wäre mit dem Tag der Gründung förderfähig – damit kann z.B. die Duisburg-Veranstaltung gefördert werden, wozu sich eine der bedeutendsten deutschen Familienstiftungen bereits bereit erklärt hat. Der Vorstand beider Verbände sollte sich aus demselben Personenkreis rekrutieren. Die Mitglieder sollten dann in einem überschaubaren Zeitraum vom bisherigen Verein in den gemeinnützigen überwechseln, wobei die Mitgliedsbeiträge gleich sind. Die Satzung des neuen Verbandes steht: sie deckt sich weitgehend mit den bisherigen Zielen, ist tendenziell aber stärker auf das Gemeinwohl, auf Wissenschaft und Wirkung in die breite Öffentlichkeit ausgerichtet, um die Anerkennung als gemeinnütziger Verein nachhaltig zu sichern und die jährliche Verlängerung der Gemeinnützigkeit nicht zu gefährden. Nach dem Umzug von hoffentlich allen bisherigen Mitgliedern in den neuen gemeinnützigen Verband wollen wir den jetzigen Verband auflösen.

Die Direktumwandlung unseres jetzigen Verbandes in einen gemeinnützigen ist dagegen nur schwer umsetzbar und vor allem zeitlich nicht planbar, denn dazu müsste jedes einzelne Mitglied vorab zustimmen und ein Einzelner kann den ganzen Prozess zu Fall bringen. Förderfähig wäre der Verband dann auch erst nach der Anerkennung durch das Finanzamt und das kann lange dauern. Die Duisburg-Veranstaltung und andere zeitnahe Aktivitäten wären dann nicht förderfähig und damit akut gefährdet.

Ich schreibe Ihnen dies in allen Details, weil ich für vollkommene Offenheit in der Kommunikation stehe und weil ich nach langer und intensiver Beschäftigung mit allen Feldern und Aspekten des Umbaus der Überzeugung bin, dass wir damit unseren Verband am besten nach vorn bringen können: im Nutzen für die Mitglieder, zur Verbreitung und Vertiefung der M&A-Kompetenzen und als Promoter für unser Land. Dazu wünsche ich mir, dass Sie mit dem eingeschlagenen Pfad einverstanden sind und wir unseren gemeinsamen Weg in eine erfolgreiche Zukunft führen.

Mit herzlichen Grüßen und den gewohnten Wünschen für einen guten Dealflow verbleibe ich,

Ihr Kai Lucks

 

Prof. Dr.-Ing. Kai Lucks
Vorstandsvorsitzender BM&A